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DAS PROJEKT KONKRET: DIE AKTIVITÄTEN

Im Mittelpunkt der Theateraktivitäten stehen vier Produktionen zum Thema Demenz, die in der Spielzeit 2005/2006 uraufgeführt wurden. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag im Oktober 2005. Die Theaterproduktionen wurden in Moers, Krefeld und Mülheim a.d. Ruhr gezeigt. Mönchengladbach und evt. Essen stehen für Herbst 2006 auf dem Programm.


THEATERPROJEKTE, IN DENEN DEMENTIELL VERÄNDERTE MENSCHEN MITWIRKEN

„Ich muss gucken, ob ich da bin“: In dem Projekt von Barbara Wachendorff und Andreas Wahlster kommunizieren dementiell veränderte Menschen zusammen mit Schauspielern ihre Situation. Aus den Gesprächen und Spielszenen mit den Beteiligten entsteht ein Theaterabend. Die Proben finden in geschütztem Rahmen in der Tagespflegeeinrichtung in Duisburg statt. Die dort beschäftigten Betreuungs- und Pflegekräfte unterstützen die Arbeit.
Recherche-Gespräche mit professionellen Helferinnen und Helfern in Pflegeeinrichtungen und mit ehrenamtlich tätigen Mitglieder aus Alzheimergesellschaften in NRW haben die Projektverantwortlichen darin bestärkt, dass diese Arbeit einen wichtigen Beitrag zu den Projektzielen leisten kann.
Sie ist möglich, ohne Betroffene im Theater „vorzuführen“ und sie birgt Chancen des unmittelbaren Kontakts zur Welt der Demenz. Verantwortlich sind die Schauspielerin und Regisseurin Barbara Wachendorff und der Familientherapeut Andreas Wahlster, der die Arbeit der Gruppe begleitet.

Premiere: 28.04.2005 17.00h
Vorstellungen: 15 Aufführungen in Moers, 8 Gastspielaufführungen in den beteiligten Städten.
Zeitraum: Mai–Juni sowie Oktober–Dezember 2005


eiaskurre, eiaskurre mit Dementen
Regie: Annette Kuss, Ausstattung: Steffi Wurster
Demenz wirkt sich nicht nur auf das Gedächtnis eines Menschen aus. Bewegungen und Tätigkeiten werden nach und nach von ihr betroffen. Doch dieses Körpergedächtnis untersteht eigenen Gesetzen. Entbehrliche Fähigkeiten bleiben, während alltägliche Handlungen zu Herausforderungen werden. Gleichzeitig verändert das Altern den Körper.
Mit den Mitteln des Tanzes sucht dieses Projekt mit dementiell veränderten Menschen sowie ehemaligen Profitänzerinnen, einer Schauspielerin und einem Musiker nach Erinnerungen im Körper. Der Spielort ist eine Tanzschule.
Premiere: 08.10.2005
Vorstellungen: 8 Aufführungen in Moers und den beteiligten Städten
Zeitraum: Oktober und November 2005


Ich schaue in meinen Garten: Ein weiteres Projekt mit demenzkranken Menschen entsteht zusammen mit dem Regisseur und Therapeuten Guido Moser in Südtirol. Diese Gastspielproduktion wird im Rahmen des Aktionsmonats in den beteiligten Städten gezeigt.

Premiere: 05.10.2005
Vorstellungen: 8 Aufführungen in Moers und den beteiligten Städten
Zeitraum: Oktober und November 2005



THEATER-PROJEKT MIT SCHAUSPIELERN DES SCHLOSSTHEATER MOERS

Das Material für diesen Theaterabend bilden Gespräche und Interviews mit dementiell veränderten Menschen und ihren Angehörigen, die im Rahmen einer ausführlichen Recherche zu dem Themenkreis dokumentiert wurden. Der Theaterabend, der von Schauspielerinnen und Schauspielern des Schlosstheaters Moers aufgeführt wird, konzentriert sich auf die Darstellung der Grenzerfahrungen und Herausforderungen durch die Demenz-Erkrankung.
Die künstlerische Leitung und Regie liegt bei Ulrich Greb, dem Intendanten des Moerser Schlosstheaters.

Premiere: 01.10.2005 17.00h
Vorstellungen: 9 Aufführungen in Moers,
9 Gastspielaufführungen in den beteiligten Städten.

Zeitraum: Oktober und November 2005



DOKUMENTARFILM ZUM THEMA DEMENZ

Der Dokumentarfilmer Ralph Goertz begleitet mit seiner Kamera den gesamten Entstehungsprozess des Theaterprojektes von Wachendorff/Wahlster. Auf diese Weise werden die Möglichkeiten des Mediums Theater im Umgang mit Demenzkranken sichtbar.
Erweitert durch Interviews und Hintergrundinformationen wird das Filmmaterial als eigenständiger (TV-sendefähiger) Dokumentarfilm veröffentlicht. Teile des Filmmaterials werden zudem in der Inszenierung von Wachendorff/Wahlster verwendet.
Der Filmemacher Ralph Goertz arbeitet im Bereich Reportage/Dokumentationen überwiegend für den WDR und für eigene Produktionen sowie in der Videoregie von Theater- und Operninszenierungen („L’Orfeo“, Düsseldorfer Oper). Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter der Kammeroper NRW.
Die Theaterproduktionen und das Dokumentarfilm-Vorhaben sind Kristallisationspunkte im Projekt: Sie sollen als Aufführungen in der Kultur-Region Ruhrgebiet helfen, die öffentliche Diskussion anzustoßen.

Premiere: 02.10.2005
Vorstellungen: 7 Aufführungen in Moers, Gastspiele in den beteiligten Städten geplant
Zeitraum: Oktober–November 2005



AUSSTELLUNGS-VORHABEN ZUR DEMENZ

Im Rahmen verschiedener (Wander-) Ausstellungen werden Gemälde und Skulpturen gezeigt, die sich mit dem Themenkreis auseinandersetzen bzw. von Betroffenen gefertigt wurden.

Zeitraum: Oktober 2005



FILMWOCHEN ZUM THEMA DEMENZ

Ausgehend von der Premiere des Dokumentarfilms von Ralph Goertz werden Dokumentar- und Spielfilme zum Thema Demenz in verschiedenen kommunalen Kinos der beteiligten Städte gezeigt.



SCHAUSPIELER- UND AUTOREN-LESUNGEN

Seit den achtziger Jahren haben einige Autorinnen und Autoren das Thema Demenz in literarischen Texten aufgegriffen. Ausgewählte Texte werden von ihren Autoren oder von Schauspielerinnen und Schauspielern in Lesungen präsentiert. Diskussionen und Vorträge ergänzen die Auseinandersetzung mit den Texten.

Termine: 14.,23. und 30.10.2005



„MOERSER GESPRÄCHE“

Diese in Moers bereits eingeführte Form der öffentlichen Diskussion umfasst Publikumsdiskussionen mit Wissenschaftlern, Medizinern etc. zum Themenkreis.

Termine: 30.10.2005 und 6.11.2005

AKTIONEN ZUM THEMENKREIS

Während des Aktionsmonats findet eine Vielzahl von Aktivitäten und Aktionen zum Thema Demenz statt. So engagieren sich verschiedene Einrichtungen in Moers und der Umgebung in dem Projekt und bieten Vorträge, Workshops und Seminare an. Außerdem werden Hausmusik und Lesungen für und bei Dementen zu Hause angeboten.


Zeitraum: ab 23.09.2005
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